Beim letzten Spiel ging es ja um Fußball und Papier und es gab ganz viele tolle Berichte. Wer einen Gesamtspielbericht lesen möchte, der findet ihn bei vagabund.info!
Für die nächste Begegnung lautet das Thema Fußball und Tiere – dazu fiel mir natürlich als erstes die Krake Paul ein.
Paul lebte ein recht beschauliches Krakenleben im Sea Life Centre in Oberhausen. Während der EM 2008 und bei der WM 2010 hat Paul mit großem Erfolg den Ausgang der Spiele mit deutscher Beteiligung vorhergesagt und behielt meistens recht.
Aber eine Krake allein war mir aber ein bisschen wenig zumal mir dann noch eine andere „tierische Begegnung““ einfiel und ich dachte, da muss es doch noch viel mehr geben :-)
Eine Katze auf Entenjagd
Im Mai 1976 spielte der FC Bayern gegen den VFL Bochum eine ziemlich lahme Partie.
Anscheinend fand eine Ente aus dem nahe gelegenen Olympiapark das auch und beschloss den Strafraum der Bayern für sich zu erobern – wenn dort schon sonst nicht los ist.
Während auf der anderen Seite des Spielfeldes ein Strafstoss ausgeführt wurde nutzte der Torhüter der Bayern Sepp Maier, Spitzname “Die Katze von Anzing”, nutzte die Gelegenheit auf Entenjagd zu gehen.
Trotz filmreifen Hechtsprungs entkam die Ente unversehrt und nach einem weiteren Fangversuch suchte sie dann das Weite.
Eine finnische Eule
Beim EM-Qualifikationsspiel Finnland – Belgien begutachtete eine Finnische Rieseneule das Spiel zuerst eine Weile aus der Luft und sicherte sich dann einen ganz exklusiven Platz auf einem der Tore.
Der Schiedsrichter unterbrach das Spiel für ein paar Minuten, das finnische Publikum feierte die Fußball-Eule lautstark und das so motivierte zog das Tier dann wieder davon.
Mit soviel tierischer Unterstützung gewann Finnland übrigens 2:0
Nicht die feine englische Art
Während der Fußballweltmeisterschaft 1962 in Chile war während des Spiels England – Brasilien ein kleiner Hund auf den Rasen gelaufen – vermutlich wollte er auch eine Runde bei dem lustigen Treiben mitmachen.
Da der Engländer an sich ja gerne mal als Hundeflüsterer sieht kroch Jimmy Graves, quasi auf Augenhöhe, auf den Hund zu und schnappte sich ihn.
Der Hund bedankte sich auf seine ganz eigene Art und pieselte dem Hundeversteher aufs Trikot :-)
Bissiger als die Polizei erlaubt
Bryn, ein eigentlich braver Polizeihund in Torquay/England konnte wohl nicht mit ansehen wie sein heimischer Club den Klassenerhalt vergeigte.
Kurzerhand stürmte er während eines Spiels Torquay United – Crewe Alexander den Platz und sprang einen Spieler des eigenen Clubs, John MacNichol zähnefletschend an.
Der Hund musste eingefangen werden, der so bedrängte Spieler musste kurz behandelt weden und der Schiedsrichter ließ diese Zeit nachspielen.
Torquay United schaffte dann in der Nachspielzeit einen Anschlusstreffer und schaffte so doch noch den Klassenerhalt.
Auch eine Art seinem Lieblingsverein auf die Sprünge zu helfen.
Nüsse sammeln nicht erlaubt
Was völlig falsch verstanden hatte wohl ein ver(w)irrtes Eichhörnchen.
Beim Champions League-Halbfinale zwischen Arsenal London – FC Villareal in Highbury versuchte es wohl ausgerechnet hier, seine Wintervorräte aufzubessern.
Minutenlang flitzte es, angefeuert von den Zuschauern auf dem Platz hin und her, bis es einsah, dass es hier wohl nichts zu holen gab und sich wieder auf den Weg in ergiebigere Gefilde machte.
Die wettbegeisterten Engländer nahmen das zum Anlass um bei den Buchmachern Wetten darauf abzuschließen, dass das Eichhörnchen auch beim nächsten Spiel auftauchen würde.
Tat es aber leider nicht . vielleicht hätte man Nüsse ausstreuen sollen?
Schwarze Katzen – aber nicht von links
Es gibt Berufsgruppen, die gelten als besonders abergläubisch. Auch Fußballer gehören dazu und von Glückssocken über Glückspullover bis hin zur Glücksfrisuren gibt es da recht merkwürdige Dinge.
Besonders makaber ging es aber in Uruguay im Jahre 1967 zu.
Die Fans von Independiente Avellaneda hofften darauf das die Beerdigung von sieben schwarzen Katzen im Stadion ihres Erzrivalen Unglück über ihren Gegner bringen würde. Die Rechnung ging anscheinend auf, denn immerhin konnte der Racing Club in den folgenden 34 Jahren keinen Titel mehr holen.
Bei Renovierungsarbeiten im Jahre 2001 wurden die Gebeine der begrabenen Katzen gefunden und entfernt und seit dem klappt es auch wieder mit den Titeln.
Offenbar scheint Fußball nicht nur den Menschen Spaß zu machen, sondern auch die Tierwelt amüsiert sich offenbar mit dem runden Leder – abgesehen von den sieben schwarzen Katzen natürlich – und sorgt so für so manches ungewollte Highlight.
Vielleicht kennt ihr auch noch paar lustige Geschichten über die Begegnung Tier und Fußballer?
Bildquellen:
Enten/Wiese : Graf Bernhart von Linden/pixelio.de
Eichhörnchen: Gabi Schoenemann / pixelio.de
Pingback: Timm's Blogwelten
Pingback: RätselTiB
Hallo Tina, schöne Idee mit den tierischen “Irrläufern” auf dem Feld! und da hast du bestimmt viel recherchieren müssen. Danke für deinen Beitrag!Grüßle Susanne
Vielen Dank an alle Kommentatoren!!
Sepp Maiers Entenjagd kannten ja die meisten ;-) Gefunden habe ich die Geschichten am verschiedenen Stellen im Internet – persönlich fand ich auch die schwarzen Katzen am unglaublichsten, wie die meisten hier :-)
Hach… Wirklich schöner Artikel. Einiges habe auch ich aufgeführt.
Das mit den toten Katzen ist wirklich krass. Zumal es ja scheinbar wirklich etwas gebracht hat oO
LG
Na die Katzen sind echt makaber. Schöne Sachen hast du ausgegraben, ich habe wieder was dazu gelernt.
Liebe Grüße
Sunny
Über die beerdigten Katzen hab ich ja nicht schlecht gestaunt.
auch nicht schlecht…
LG Torben
Schöne Geschichten. Zu Sepp Maiers Ente findet Ihr bei mir übrigens auch einen Videolink.
Gruß
Fulano
Toll! Wo hast du nur dieses ganzen Tiergeschichten recherchiert?
Hat mir gut gefallen.
LG
Sabienes
Ein sehr schöner Artikel, und ich hätte nicht gedacht, dass es wirklich so viele tierische Mitspieler gibt.
Auch wenn mich manche Begebenheit eher etwas nachdenklich stimmt, finde ich es gut, dass Du die Beispiele aufgegriffen hat in denen die Tierliebe und der Menschenverstand gesiegt haben.
LG Mella
Ein sehr schöner Artikel. An die eule kann ich mich auch noch erinnern. :)
Das Eichhörnchen hätte ich gerne gesehen.. :)
Es ist schon faszinierend wie furchtlos so manche Tiere einfach so auf dem Spielfeld auftauchen.
So lange nichts passiert, ist alles ok und lustig. Bei mienen Recherchen fand ich aber einen Spieler, der eine Eule auf dem Fußballe infach wegscgoß und somit tötete…
Sehr traurig. Der Spieler hätte auch mal so getreten werden müssen – zumindest mit lebenslangem Spielverbot!
Mal nebenbei: eine Beerdigung von Katzen ist schon sehr makaber… Wenn das unsere heutigen Naturschützer gesehen hätten. Und noch Katzen! Tss, tss, tss…
Beste Grüße aus Berlin
Timm
Persönlich kann ich mich an Sepp Maier und die Entenjagd erinnern…da sieht man mal wieder wie alt ich schon bin :-)
Das Tiere auf dem Fußballfeld zu Schaden kommen passiert wohl leider hin und wieder mal, aber das habe ich eigentlich bewusst weggelassen – mir gings hier eher um spaßiges bzw. skuriles.