Im Moment bin ich irgendwie mit tausend Dingen beschäftigt und weiß manchmal gar nicht so recht, womit ich beginnen soll :-)
Aber zumindest habe ich mein Adventskalender-Türchen erfolgreich verlost und der Gewinn ist auch schon auf der Reise und auch mein Beitrag zum Buchwichteln ist schon bei meinem Wichtelkind angekommen – die wichtigsten Dinge sind also erledigt *gg*
Nein, das natürlich nicht, aber den Rest habe ich im Griff – denke ich jedenfalls – und deshalb kann mich jetzt auch wieder ganz beruhigt dem Lesen widmen.
Das folgende Buch habe ich über vorablesen.de bekommen und manchmal habe ich bei Rezensionsexemplaren schon ein schlechtes Gewissen, wenn ich nicht so zügig wir gewohnt dazu komme eine Rezension zu schreiben.
Aber ich bin mit „Der Stern der Göttin“ durchaus noch in der Zeit :-)
Stern der Göttin
Von Sandra Melli
Laisa ist ein Katzenmensch und wächst in einem beschaulichen Dorf bei ihrem Pflegevater Grom und deren Schwester Tinka auf. Sie ist anders als ihre gleichaltrigen Freunde – wilder, schneller, geschickter und größer als sie und vor allem ist sie vorlauter, was ihr so manchen Ärger einbringt.
Wie alle jungen Katzenmenschen wünscht sie sich nichts sehnlicher als Wächterin einer Handelskarawane der Menschen zu werden und sich zu beweisen. Schneller als sie gedacht hat bekommt sie die Gelegenheit dazu und so startet sie mit einer Karawane in die ihr unbekannte Welt außerhalb ihres Dorfes.
Als sie unterwegs auf vorschriftsmäßige Erkundungstour geht, sieht sie plötzlich auf einer Waldlichtung einer Frau und folgt ihr, ganz unvorschriftsmäßig, immer weiter in den Wald. Als sie die Unbekannte beinahe erreicht hat, löst sich die sich plötzlich in Luft auf und hinterlässt ein sternförmiges, seltsames Schmuckstück.
Als Laisa dieses Schmuckstück neugierig in die Hand nimmt strahlt es ein grelles Licht aus, das sich immer weiter ausbreitet und von jetzt auf gleich findet Laisa sich in einer vollkommen anderen, ihr unbekannten Welt, wieder. Nichts ist hier so wie sie es bisher kannte und sie ist mutterseelenallein.
Aber es dauert nicht lange bis ihre anfängliche Verzweifung weicht und statt dessen ihre Abenteuerlust und ihre Neugier stärker wird als ihre Furcht und sie macht sich auf den Weg, diese neue Welt zu erkunden.
Sie ahnt nicht, dass es Mächte in dieser Welt gibt, die ihre ganz eigenen Pläne mit ihr haben und sie in dem Kampf der Götter dieser Welt eine wichtige Rolle spielen wird.
Mein Fazit:
Der Roman „Stern der Göttin“ ist der Auftaktroman zu einer Trilogie über Laisas Abenteuer in den Dammerlanden, einer Welt die recht streng in die verschiedenen Völker, die den verschiedenen Göttern bzw. deren Farben angehören, unterteilt ist.
Magier regieren die Völker als eine Art Stellvertreter der Götter und führen in deren Namen Kriege gegeneinander. Die Trennung der Völker wird ziemlich strikt eingehalten, was schon dadurch zum Ausdruck kommt, das ein Angehöriger des „violetten Volkes“ z. B. die Nahrung eines anderen Volkes nicht verträgt.
Die Grundidee ist auf jeden Fall toll und durch den sehr angenehmen, flüssigen Schreibstil lässt sich die Geschichte gut lesen. Die vielen, fremden Namen der Völker, Länder und Charaktere verwirren zu Anfang des Buches etwas, aber nach kurzer Zeit hat man sich eingefunden und die Namen stören bei Lesen nicht weiter.
Trotzdem hat mich das Buch nicht völlig begeistert. Zum einen finde ich die Handlung recht vorhersehbar und erinnert mich ein wenig an ein Fantasy-Rollenspiel. Der Hauptcharakter Laisa bekommt ein Hauptquest und erledigt dabei das eine oder andere Nebenquest – andere Charaktere spielen eine eher untergeordnete Rolle und werden auch nicht so wirklich gut beschrieben.
Im Gegensatz dazu werden die Dämmerlande sehr liebevoll und detailliert beschrieben, so dass man sich eine ziemlich genaue Vorstellung davon machen kann. Auch das erinnert mich eher an ein Grafik-Verliebtes Computerspiel :-)
Die Konflikte der verschiedenen Völker untereinander nehmen einen großen Raum in der gesamten Handlung ein und weisen meiner Meinung nach ein bisschen zu sehr mit einem erhobenen Zeigefinger auf vergleichbare Probleme in „unserer Welt“ hin und wohin Voruteile führen können und wie sinnlos sie einem unparteiischem Beobachter erscheinen müssen.
Auch das ist, wie die gesamte Grundidee, wirklich löblich und an sich auch gut gemacht, gehört für mich dann aber eher in die Abteilung Jugendbuch. Für diese Art von „Erziehung“ fühle ich mich ein bisschen zu alt :-) Meiner Tochter, die ein Fan ähnlicher Buchreihen ist, hat das Buch deutlich besser als mir gefallen.
Für die Folgebände würde ich mir wünschen, das Laisas Aufgaben und Aktionen ein bisschen weniger vorhersehbar sind und ihre Gefährten etwas mehr Substanz haben.
Trotzdem überwiegt für mich die Freude an der mal etwas anderen Grundidee, die eine fantastische Welt nicht nur in schwarz und weiß aufteilt, der detailverliebten Schilderung geheimnisvoller Gegenden und einer Heldin die stark, mutig und selbstbewusst ihren Weg geht. Auch die liebevolle Gestaltung des Buches mit einer Karte der Dämmerlande und einem wirklich tollen Coverbild finde ich wirklich toll.
Alles in allem gibt es von mir 3 von 5 Sternen – wäre es als mir Jugendbuch vorgestellt worden, gäbe es 4 von 5 Sternen ( das entspricht auch den Vorstellungen meiner Tochter, mit der ich eifrig diskutiert habe *gg* ).
Titel: Stern der Göttin
Autor: Sandra Mellis
Verlag: Droemer-Knaur
Genre: Fantasy
Erscheinungsjahr: 2011
ISBN:978-3-426-50416-1
Form: Paperback. 512 Seiten
Preis: 14,99 €
Bestellung und Leseprobe: Verlag Droemer-Knaur

Man könnte meinen du hast auch ADHS! ;-) Ich habe auch immer so viiiieeeeel vor und schaffe nur ein Bruchteil. Wenn überhaupt. Ich verzettel mich da immer so schnell! Schönen Montag noch und liebe Grüße
Ingo
Nö…aber bei drei Teenagern im Haushalt ist das Chaos irgendwie vorprogrammiert und man wird irgendwie selbst ein bisschen chaotisch. Aber man lernt auch Prioritäten zu setzen.
Hat es einen bestimmten Grund, das du deinen Namen mit meiner und nicht mit deiner Seite verlinkt hast? Falls es ein Versehen ist, dann schick mir deine URL oder poste sie hier als Kommentar, dann korrigier ich das :-)
LG
Tina