Im Moment habe ich Gott sei Dank ganz gut Zeit und Muße zu lesen und auch über das Gelesene zu berichten.
Dabei ist mir übrigens aufgefallen, dass ich mir mal irgendein Bewertungs-Plugin oder so etwas anschaffen sollte – hat jemand eine Idee?
Bei meinen neueren Büchern waren ja schon letztens zwei Bücher aus dem Sutton-Verlag, zum einen Der Hochzeitsring, das einen spannenden Einblick in das Leben und Arbeiten des Mittelalters gab und Todesfinal, ein Krimi der in der Geocacher-Szene angesiedelt war.
Ein weiteres Buch aus dem Sutton-Verlag hatte ich mir noch ein bisschen aufgehoben, vielleicht weil mir das Cover so gut gefiel, oder der kurze Anriss der Story auf der Rückseite – jedenfalls habe ich es jetzt gerade gelesen und um dieses Buch geht es heute.
Ich bin ein Mörder
von Brigitte Pons
Alexandra Müller ist Streifenpolizisten in Frankfurt und eine echte Leseratte. Auf der Frankfurter Buchmesse besucht sie die Lesung des Schriftstellers Tobias Stockmann, der in seinem neuesten Krimi behauptet er sei ein Mörder. Dieser wird, weil Alexandra ein bisschen Vorlaut war, auch direkt auf sie aufmerksam.
Er versucht Alexandra näher zu kommen, schickt ihr rote Rosen, bittet sie um ein Date und sie ist fasziniert von seinem Charisma und seinem Aussehen. Sie beginnt sich mit ihm zu treffen obwohl ihr Kollege Mischa und auch ihr Chef nicht sonderlich begeistert davon sind.
Aber trotz der Faszination, die Stockmann auf sie ausübt bleibt bei ihr ein Rest Misstrauen – denn auch privat scheint er sein Mörder-Image zu pflegen, gibt sich geheimnisvoll und seine Stimmungsschwankungen irritieren Alexandra immer wieder.
Dann geschieht ein Mord, der genau dem Mord in Stockmanns Roman gleicht und Stockmanns Pullover wird am Tatort gefunden. Zufall? Oder versucht ihm jemand etwas unterzuschieben? Ist sein Mörder-Image tatsächlich nichts weiter als ein PR-Gag oder ist er vielleicht wirklich ein Mörder?
Als Alexandra beschließt der Sache weiter auf den Grund zu gehen, bringt sie nicht nur sich selbst in tödliche Gefahr.
Mein Fazit
Ein wirklich spannender Roman, den ich mehr oder weniger in einem Rutsch gelesen habe, aber leider musste ich zwischendurch noch ein bisschen meinen Haushalt versorgen :-)
Das Buch ist recht übersichtlich in relativ kurze Kapitel unterteilt, die mit dem jeweiligen Datum des Tages versehen sind, angefangen am 13. Oktober bis zum 16. November, so lassen sich bequem die lästigen Lesepausen einlegen. *gg*
Zwischendurch fließen immer mal wieder kleinere „Unterkapitel“ ein, die den Leser an den Gedanken von jemandem teilhaben lassen, der Stockmann als seinen „Meister“ betrachtet und dessen Identität lange Zeit völlig unklar ist und dessen Existenz ebenfalls ziemlich lange Zeit nur dem Leser bekannt ist.
Die Hauptfigur Alexandra – als Polizistin recht tough und durchsetzungsfähig, als Privatperson eher unsicher und schüchtern – war mir von Anfang an gleich sympathisch, genau wie ihr Partner und Kollege Mischa.
Durch den sehr angenehmen, flüssigen und mitreissenden Schreibstil fühlte ich mich immer wieder wie mitten im Geschehen, habe ein bisschen mit Mischa gelitten und mit Alexandra gehofft, das alles sich irgendwie positiv entwickeln würde.
Ob es das hat – das verrate ich natürlich nicht :-)
Der Gegenpart des „Ekels“ war mit dem undurchschaubaren, arroganten und ziemlich selbstverliebten Tobias Stockmann auch gut besetzt – irgendjemandem möchte ich in so einer Geschichte ja auch die Pest an den Hals wünschen können :-)
Auf jeden Fall fühlte ich mich von diesem Krimi bestens unterhalten, weil für mich die Mischung aus spannendemKriminalfall, der zum Miträtseln einlädt und dem hin und wieder turbulentem Privatleben der Protagonisten stimmte.
Für alle Krimifans ein auf jeden Fall empfehlenswertes Buch!
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Klingt auch gut. Hab ihn mal auf die Wunschliste gesetzt. Muss mal ein bisschen langsam machen, hab gerade wieder 20 Bücher gekauft. ;-)
Das kenn ich :-) Ich hab auch noch immer ungelesene Bücher, trotzdem kommen immer mehr dazu…das geht in’s Geld und Platz hab ich auch irgendwie immer weniger.