Einsteins Versprechen | Rezension

Einsteins Versprechen CoverBei allem hin und her mit unserer Festplatte und unserem Windows blieb dann doch noch ein bisschen Zeit zu lesen – und ganz weitestgehend passt mein neuestes Buch zum Thema Technik

Von vorablesen.de bekam ich ein Rezensionsexemplar des Buches „Einsteins Versprechen“ zugesandt und als ich das Buch zuerst in den Händen hielt galt mein erster Gedanke meinem alten Physiklehrer.

Der wirklich nette, sehr engagierte Mann ist damals vermutlich echt an mir verzweifelt, denn mein Verständnis für physikalische Zusammenhänge hielt sich, milde ausgedrückt, in Grenzen *gg*

Das Cover des Buches  ist jedenfalls schon mal sehr ansprechend, die etwas herbstliche anmutende Gestaltung gefällt mir gut. Auch die Innengestaltung ist gut gelungen, jedes Kapitel beginnt mit einem Zitat einer berühmten Persönlichkeit.

Ob ich mich nun, dank dieses Buches und ohne Grundkenntnisse in Physik, mit Herrn Einstein ein bisschen mehr anfreunden konnte?

Einsteins Versprechen

von  Àlex Rovira und Francesc Miralles

Javier Costa ist Wissenschaftsjournalist und versucht mit wechselnden Jobs sich über Wasser zu halten. Zu seiner beruflich eher bescheidenen Lage kommt noch, dass er in eine Frau verliebt ist, die nichts von ihm wissen will.

Als sie ihn bittet, einen erkrankten Kollegen bei einer Radiosendung zu vertreten sagt er, in der Hoffnung ihr näher zu kommen, ohne zu zögern zu, zumal das Thema „Einstein“ eine interessante Sendung verspricht.

Tatsächlich entpuppt sich der Abend aber als mittleres Desaster.

Sein Gast in der Sendung, der das Werk „Einstein relativ einfach“ verfasst hat  ist ein arroganter, nervender Ignorant und nichts läuft so wie Javier es sich gedacht hat. Ohne es wirklich zu wollen verkündet Javier ohne jeden Anlass und ohne jeden Beweis, das Einstein vermutlich einer wirklich großen Sache auf der Spur war, er aber die Menschheit noch nicht reif genug hielt für diese Entdeckung hielt.

Diese unbedachte Äußerung und eine darauf folgende mysteriöse Nachricht lösen eine Suche nach eben dieser Entdeckung aus und Javier ist nicht der Einzige der an dieser Suche beteiligt ist.

Aber nicht alle werden diese Suche überleben….

Mein Fazit:

Erzählt wird die Geschichte in der Ich-Perspektive, also aus Javiers Sicht. Trotzdem kann ich zu Javier so gar keine Beziehung aufbauen. Er bleibt für mich eine eher blasse, relativ emotionslose Person.

Die immer wiederkehrende Versicherung wie sehr er in Sara, die ihn auf seiner Suche begleitet, verliebt sei wirkt für mich eher aufgesetzt und unglaubwürdig, genau wie seine Trauer über seine zerbrochene Ehe.

Auch die anderen Personen die in der Geschichte auftauchen bleiben mir ziemlich fremd und unverständlich – für mich entwickeln sie nicht wirklich ein Gesicht.

Einsteins Versprechen InnenansichtDie eigentliche Grundidee, eine bisher nicht bekannte Entdeckung Einsteins, bietet eigentlich eine tolle Basis für eine gute Verschwörungstheorie – und ich bin ein Fan von gut entwickelten Verschwörungstheorien

Diese Verschwörungstheorie die hier entwickelt wird  ist aber weder gut durchdacht, noch sonderlich spannend erzählt und ein überraschendes Ende kann gut sein – muss es aber nicht.

Zwar nähert Javier sich langsam (sehr langsam) dem Ziel der Suche, aber der Weg dahin ist eher uninteressant und daran ändert leider auch der eine oder andere Mord nichts. Die Lösung, bzw. die Erkenntnis Einsteins, um die es hier geht ist dann aber so simpel das es beinahe weh tut.

Der Schreibstil von Alex Rovira und Frances Miralles ist durchaus flüssig und leicht zu lesen, aber das macht für mich die eher dünne Story nicht wett.

Ein Pluspunkt bei diesem Buch ist, dass man wirklich nichts von Physik verstehen muss um der Story zu folgen und das man durchaus einiges über die Person Albert Einstein erfährt.

Laut Klappentext hat „Einsteins Versprechen“ den hoch dotierten Literaturpreis „Premio de Novela Ciudad de Torrevieja“ erhalten. Das bestärkt mich in meinem Gefühl, dass Literaturpreis-Gekrönte Bücher offensichtlich nicht unbedingt mein Ding sind

 

 

Infos zu den Autoren
Àlex Rovira, geboren 1969 in Barcelona, ist ein anerkannter und erfolgreicher Sachbuchautor. Seine Bücher wurden in über vierzig Sprachen übersetzt.
Francesc Miralles, geboren 1968 in Barcelona, arbeitete einige Jahre als Verleger, bevor er zu schreiben begann. 2009 wurde er mit dem renommierten Premio de la Ciudad de Torrevieja ausgezeichnet. Miralles, der auch Musiker ist, lebt in Barcelona.
Buchdaten

Titel: Einsteins Versprechen

Autor: Àlex Rovira, Francesc Miralles

Verlag: List Hardcover

Erscheinungsjahr: 2011

ISBN:3431038409

Form: Gebunden, 384 Seiten

Preis: € 18,00 €

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