Eigentlich hatte ich mich bei „Blogg dein Buch“ für diesen Krimi beworben, habe ihn aber leider nicht bekommen.
Um so mehr freute es mich, dass mir der Sutton Verlag dann trotzdem ein Leseexemplar zugesandt hat.
Das Buch ist mit seinen knapp über hundert Seiten nicht besonders dick, aber es hat es durchaus in sich und ist wirklich unterhaltsam im besten Sinne :-)
Ich habe übrigens dieses Mal darauf verzichtet selbst ein Foto vom Buch zu schießen…zum einen hat sich gerade mal wieder der Akku meines Fotoapperates verabschiedet, zum anderen bekomme ich das sooo schön eh nicht hin.
Demnächst knippse ich aber wieder selber :-)
Der Verlobte von Christine Sylvester
Zum Inhalt:
Tillmann begleitet seine Verlobte Lilly das erste mal zu einem alljährlich stattfindendem Familienfest um die Familie seiner Verlobten kennen zu lernen. Eine Situation, die ohnehin für jeden ein bisschen schwierig ist – aber wie schwierig wird Tillmann noch merken.
Nicht nur Lillys recht eigenwillige Familie irritiert ihn, sondern auch der Anlass der Familienfeier, der zehnte Jahrestag der Entführung eines Familienmitgliedes. Aber nicht nur das macht dieses “Famileinidyll” etwas schwierig, sondern schon bald nach Tillmanns und Lillys Ankunft geschieht ein Mord.
Diesem ersten Mord folgen weitere, sonderbare Morde, die anscheinend aber nur Tillmann merkwürdig findet.
Sturm, Gewitter und Stromausfall scheinen die Familie genauso wenig zu stören wie die Schlag auf Schlag erfolgenden Morde. Immer mehr Plätze am Esstisch bleiben leer und an Hilfe von außen ist nicht zu denken, denn der Stromausfall hat die Telefonleitung lahm gelegt, das Handynetz funktioniert in der abgelegenen Gegend sowieso nicht und irgendjemand hat die Reifen von Tillmanns Wagen abmontiert.
Mein Fazit:
Dieser Krimi ist recht schnell gelesen – in meinem Fall gleich in einem Stück :-)
Zum einen liegt das sicher daran, das er nur 113 Seiten hat, aber vor allem auch daran, dass er wirklich kurzweilig geschrieben ist und mit einer gehörigen Portion schwarzem Humor versehen ist.
Die einzelnen Personen sind liebevoll beschrieben, mit all ihren Macken und skurrilen Eigenschaften, sei es nun die absolut ehrliche Großmutter als Familienoberhaupt oder Lillys trinkfreudige Mutter. Ein bisschen erinnerte mich das gesamte Szenario an „Das indische Halstuch“ einen alten Krimi von Edgar Wallace, bei dem der Täter allerdings sechs Tage Zeit für seine Morde hatte.
Die Lösung des Falls fand ich einigermaßen vorhersehbar, was mir aber den Spaß an dem Buch nicht verdorben hat, denn was mir an Spannung fehlte wurde durch die vielen kleinen, sarkastisch beschriebenen, Begebenheiten im Haus wieder wettgemacht.
Wer eine dramatische, verworrene Krimihandlung sucht wird bei diesem Buch nicht fündig, wer sich aber an bissigem Humor und liebevoll überspitzten Charakteren erfreuen kann, wird an Christine Sylvesters „Der Verlobte“ seine Freude haben.