Der Spion und der Analytiker | Rezension

Der Spion und der AnalytikerAuf der Suche nach neuem Lesestoff  bin ich von einer Freundin auf die Spionage-Romane von Liaty Pisani aufmerksam gemacht worden…freundlicherweise hat sie mir die Bücher dann auch gleich geliehen, mitsamt ihrem Notebook zum Lesen, da waren sie nämlich drauf gespeichert :-)

Die Glückliche besitzt so ziemlich jeden elektronischen Schnick-Schnack und kann eine Weile auf das Notebook verzichten *gg*

Die Covergestaltung des Ebooks entspricht der des “normalen” Buches, das habe ich mich in meiner Lieblings-Online-Buchhandlung nachgesehen. Ich hatte auch schon mal Ebooks, bei denen das anders war. Erschienen ist das Buch im Diogenes-Verlag – genau wie die Folgebände.

Mir persönlich gefällt das Cover nicht so sonderlich gut, aber das ist natürlich Geschmackssache. Sie erinnern mich ein bisschen an die Cover der Brunetti-Romane, die mir auch nicht wirklich gefallen, deren Inhalt ich aber liebe.

Deshalb habe ich mich dann auch dem Inhalt ersten Bandes dieser Spionage-Reihe gewidmet um zu sehen wie er mir gefällt :-)

 

Der Spion und der Analytiker von Liaty Pisani

Der Wiener Psychoanalytiker Guthrie macht sich Sorgen um seine Patientin Alma Lasko. Von heute auf morgen hat sie ihre Termine nicht mehr wahrgenommen und ist weder telefonisch noch sonst wie zu erreichen. Er fragt sich ob ihr Verschwinden irgendetwas mit dem seltsamen, plötzlichen Tod ihres Mannes zu tun hat.

Aber nicht nur Guthrie möchte die junge Frau finden, sondern auch der Agent Ogden ist auf der Suche nach Alma Lasko, denn ihr Mann hatte den Schlüssel zu einem Gegenmittel gegen eine weltweit grassierenden Seuche.

Guthrie lässt sich von Ogden zur Mithilfe bewegen und gemeinsam begeben sie sich auf die Suche nach Alma. Dabei erleben sie nicht nur abenteuerliche Verfolgungsjagden, sondern freunden sich auch immer mehr an. Dabei therapiert Guthri hin und wieder seinen neu gewonnen Freund und mutiert im  Gegenzug selbst zum Spion.

Mein Fazit:

Der Roman hat alles was eine spannende Spionagegeschichte ausmacht…viele Geheimnisse, viel Spuren, viel Verwirrungen und Verwicklungen, die eine oder andere Leiche und natürlich einen Spion. Dieser Spion ist kein James Bond, soviel ist ziemlich schnell klar, er ist kein Frauenheld,eigentlich ist er gar kein Held…das will er auch nicht sein. Ogden sieht seinen Berufstand eher nüchtern und hat sich mit allem was damit zusammenhängt irgendwie arrangiert. Behauptet er zumindest ….

Für mich war aber in diesem Band die Geschichte um Ogden selber und das Verhältnis zwischen ihm, Guthrie und Alma Lasko viel spannender, oder zumindest genauso spannend,  wie die eigentliche Spionagegeschichte, denn man erfährt vieles aus Ogdens Vergangenheit und wie er zu seinem Beruf kam.

Ich fand diesen ersten Band der Reihe gut zu lesen, ich mag den Erzählstil der Geschichte – nicht reißerisch und trotzdem spannend, so dass ich immer wieder weiterlesen wollte. Ich finde es für mich wichtig, wenn ich den Protagonisten mag und ich in Lesepausen ( z.B. beim Spülen *gg* ) darüber nachdenke, wie die Story weitergeht und genau das habe ich im “Der Spion und der Analytiker” gefunden.

Da es mit und um den Spion Ogden noch weitere Bände gibt, habe ich außerdem die Hoffnung … aber das würde zuviel vom Inhalt verraten :-)  Jedenfalls freue ich nun auf Ogdens zweiten Fall – Der Spion und der Dichter!

 

Infos zur Autorin

Liaty Pisani ist  am 10. Mai 1950 in Mailand geboren, veröffentlichte mit 13 Jahren ihren ersten Gedichtband, womit sie bei der Kritik Aufsehen erregte. Seither entstanden mehrere Lyrik- und Prosawerke. Von Ambler, Chandler und Le Carré, aber auch
von Nabokov beeinflußt, wagte sie sich auf ein gefährliches Terrain: die Welt der Spionageliteratur.

Mit ihren Ogden-Romanen hat sie sich auch diesseits der Alpen einen Namen gemacht. Sie lebt und arbeitet im Tessin.

 

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