Der letzte Schattenschnitzer | Rezension

Der letzte Schattenschnitzer - CoverBereits die Leseprobe zu „ Der letzte Schattenschnitzer“ auf vorablesen.de hat mir wirklich gut gefallen und deshalb hat es mich auch tierisch  gefreut, als ich die Nachricht bekam, dass ich das Buch bekommen würde.

Das Cover und die Optik, die Beschreibung und die Leseprobe versprachen eine ganz besondere Fantasy-Geschichte, abseits vom Üblichen und so wartete ich ziemlich ungeduldig auf das Eintreffen des Buches.

Auch wenn es dann ein bisschen gedauert hat, hat sich das Warten auf jeden Fall gelohnt und das Buch hielt was die Leseprobe versprochen hat.

Jetzt heißt es einen Kurzeindruck zu verfassen, der nicht allzu viel vom Inhalt verrät:-)

Der letzte Schattenschnitzer

von Christian von Aster

Jonas Mandelbrodt ist kein Kind wie jedes andere, denn er hat die Gabe mit den Schatten zu kommunizieren. was. Einer der zahlreichen Ärzte die seine Mutter wegen seines auffälligen Verhaltens konsultiert diagnostiziert Autismus, was ihm aber das Leben fortan auch nicht nicht wirklich einfacher macht.

Allen Gesetzen und Regeln zum Trotz unterrichtet sein Schatten ihn in der längst vergessenen Kunst des Schattenschnitzens und zieht so nicht nur die Aufmerksamkeit des Rates der Schatten auf sich, der über das Gleichgewicht zwischen Menschen und Schatten wacht, sondern auch deren Unmut.

Aber Jonas ist nicht das einzige ungewöhnliche Kind seiner Zeit. In Mexiko wird das Mädchen Maria Dolores Hidalgo geboren, ein Mensch ohne eigenen Schatten. Ihre Geburt läutet den Beginn eines neuen Zeitalters ein, von den einen begrüßt, von den anderen gefürchtet.

Als Jonas und Maria aufeinander treffen beginnt Wettrennen um die Macht und Jonas ist die einzige Hoffung den Krieg zwischen Menschen und Schatten zu verhindern. Ein alter, fast vergessener Zauber soll ihm dabei helfen.

 

Mein Fazit:

Das Buch ist in zwei große Kapitel unterteilt, die jeweils wiederum in mehrere Kapitel unterteilt sind. Ein Teil dieser Kapitel widmet sich den jeweiligen Geschichten der handelnden Personen, ein anderer Teil den Gesetzen und Eigenarten der Schatten, die Alchimia Umbrarum, ein weiter Teil beschäftigt sich mit dem Rat der Schatten.

Der letzte Schattenschnitzer - InnenansichtAnfangs musste ich mich ein bisschen an diese „Sprünge“ gewöhnen, zumal die Kapitel der Alchimia Umbrarum eher wissenschaftlich geschrieben sind, da ihr Verfasser ( jedenfalls in diesem Buch ) John Dee war, ein mittelalterliche Astronom, Mathematiker und Mystiker.

Wer gerne Fantasyromane liest, findet übrigens noch mehr bekannte Namen und Orte wieder unter anderem Nicolas Flamel, dem die Entdeckung des Steins der Weisen  nachgesagt wird und der z.B. auch in den Harry-Potter-Büchern eine Rolle spielt oder den Limbus, der hier das Allerheiligste der Schatten ist, anderswo eher die Vorhölle darstellt.

Aber diese Einteilung in Kapitel und Unterkapitel bringt ein bisschen Ordnung und Übersicht in die sehr dichte und recht anspruchsvoll geschriebene Geschichte.Noch dazu hat sie mir dabei geholfen hin und wieder eine Stelle zu finden, an der ich eine Lesepause einlegen konnte, was ich nur sehr ungern getan habe :-)

Sprach – bzw. Schreibstil haben mir ausgesprochen gut gefallen, leicht und flüssig zu lesen und trotzdem irgendwie ungewöhnlich – ein besseres Wort fällt mir gerade leider nicht ein ( Asche auf mein Haupt ) – und spannend.

„Der letzte Schattenschnitzer“ ist für mich kein Buch, dass man mal eben so nebenbei liest, dafür ist es zu anders, zu ungewöhnlich, zu fesselnd – aber aus genau diesen Gründen ist es auch kein Buch, das ich so nebenbei lesen möchte – ich finde es verdient meine volle Aufmerksamkeit :-)

Wer gerne etwas andere Fantasygeschichten,  abseits von den üblichen Vampiren, Werwölfen oder Hexen liest,  dem kann ich dieses Buch auf jeden Fall empfehlen!

 

Hier geht es zur Leseprobe
Der letzte Schattenschnitzer – Leseprobe des Verlages

 

Über den Autor
Christian von Aster, Jahrgang 1973, studierte Germanistik und Kunst um sich schließlich Bühne, Film und Schreiben zuzuwenden. Einen gewissen Ruf erarbeitete er sich im Lauf der Jahre mit seinen Lesungen, die gleichsam Gothic- wie Phantastikszene begeistern. Inzwischen erfreut Christian von Aster sich verschiedener Preise und Nominierungen in den Bereichen Kurzgeschichte, Kurzfilm und Kabarett, plant seinen zweiten Langfilm und arbeitet zwischen Berlin, Leipzig und Göttingen an allerlei Sinnreichem.

Der letzte Schattenscnitzer wird am 23.09.2011 im Klett-Cotta Verlag erscheinen

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