Das heutige Türchen gehört mir :-)
Da dieser Kalender ja ein Adventskalender ist, dreht sich alles hinter den Türchen im weitesten Sinne um Weihnachten, die Adventszeit und den Dezember. Im Dezember wird aber nicht nur Weihnachten gefeiert und die Adventszeit mehr oder weniger feierlich begangen.Es wird auch des Bischofes von Myra, dem St. Nikolaus, gedacht, aber es gibt noch mehr Heilige deren Ehrentage im Dezember liegen.
Ich wohne im Ruhrgebiet und dort wird, früher sicher mehr als heute, die Hl. St. Barbara verehrt. Sie ist die Schutzheilige der Bergleute und als ich noch ein Kind war – lang, lang ist’s her – war dieser Tag ein fester Bestandteil des Dezember ( und ist keine Erfindung eines namhaften Süßwarenkonzerns).
Nach einer alten Tradition schnitt man am Barbaratag Zweige von einem Obstbaum (meist von einem Kirsch-oder Apfelbaum, aber auch Forsythienzweige wurden gern genommen) und stellte sie in eine Vase mit Wasser.
Diese Barbarazweige sollten bis zum Heiligen Abend blühen und in der kalten und düsteren Winterzeit ein wenig Licht in die Wohnung bringen.
Aber woher kommt dieser schöne Brauch?
Die Legende der Hl. Barbara
Barbara war die überaus schöne Tochter von Dioskuros, einem wohlhabenden griechischen Kaufmann aus Nikodemia. Er bot ihr alles, was ein wohlhabender Kaufmann seinem Kind bieten konnte: Ein schönes Zuhause, eine gute Ausbildung und die Erfüllung vieler Wünsche. Dies alles tat der heidnische Vater, damit seine Tochter nicht Christin wurde oder sich zu einer Heirat verleiten ließ, die gegen seine Absicht war. So durfte das Mädchen in einem Turm ihre Wohnung einrichten, durfte ihn aber nicht verlassen. Sie wurde von guten Lehrern unterrichtet und von einem der Lehrer erfuhr sie vom Christentum und ließ sich taufen
Als ein junger Mann um die Hand seiner Tochter anhielt, war Dioskuros nicht abgeneigt, weil dieser von gleichem Stand und Vermögen war. Barbara aber war weniger begeistert doch der Vater bedrängte sie nicht, weil er eine weite Reise unternehmen musste und auf Zeit setzte.
Aber als er wieder zurückgekehrt seinen alten Plan verfolgte, eröffnete ihm Barbara, dass sie nicht daran denke, einen Heiden zu heiraten, weil sie Christin sei. Ihr Vater reagierte jähzornig und unerbittlich: Vor die Wahl gestellt, den heidnischen Kandidaten zu heiraten oder grausam bestraft zu werden, floh sie vor dem Vater, der sie mit gezücktem Schwert verfolgte.
Auf der Flucht öffneten sich Barbara die Felsen und verbargen sie. Ein Hirte hatte das beobachtet und verriet sie an ihren Vater, der sie nach Hause schleppte und schwer misshandelte. Als alle seine Torturen nichts halfen, brachte er Barbara vor den Landpfleger Martian, der sie nach Reichsrecht aburteilen – also wegen Hochverrats zum Tode bestimmen sollte. Martian ließ sie zuerst durchprügeln, dass Barbaras Haut nur noch aus rohem Fleisch bestand und niemand mehr glaubte, sie werde die Nacht im Verließ überstehen. Aber, so erzählt die Legende, ein Engel des Herrn heilte in der Nacht alle ihre Wunden und versprach ihr Beistand bei allen noch zu erwartenden Qualen. Gott wollte Martian und Dioskuros durch sein Wunder bekehren aber Martian verurteilte Barbara dennoch zum Tode durch Enthauptung.
Dioskuros, der alle Qualen seiner Tochter mit angesehen hatte, erbat vom Landpfleger die zweifelhafte Gnade, die Rolle des Scharfrichters übernehmen zu dürfen. Unter ständiger Geißelung trieb man die nackte Barbara auf einen Hügel, wo sie hingerichtet werden sollte.
Ehe Barbara ihren Kopf ihrem Henker und Vater neigte, dankte sie öffentlich für die ihr verliehene Gnade und aus den Wolken lud sie eine Stimme zur ewigen Belohnung ein. In späteren Zeiten fügen die Legenden ein, der Heiligen sei in diesem Moment versprochen worden, dass kein Mensch, der sie anrufe, ohne Sterbesakramente sterben werde. Ihr Vater schlug ihr den Kopf ab, aber auf dem Nachhauseweg wurde der grausame Vater vom Blitz erschlagen.
Dies alles soll an einem 4. Dezember geschehen sein.
Wieso ist Barbara die Schutzpatronin der Bergleute?
Barbara gilt besonders als Patronin der Sterbenden, zugleich aber auch der Bergleute – denn laut Legende öffnete sich während ihrer Flucht vor dem Vater ein Felsen und verbarg sie – aber auch der Artilleristen, Baumeister, Turmwächter, Feuerwehrleute, Glockengießer und Glöckner.
In ihr spiegelt sich das Licht der Christusnähe und leuchtet für uns.
Das Licht und die Hoffnung drücken die Barbarazweige aus, die am Barbaratag als Zweige wie tot aussehen aber zur Weihnachtszeit blühen und das Leben in seiner Fülle zeigen. In den Blüten leuchtet uns das Leben entgegen und der Sieg des Lichtes angekündigt.
Wer kann die adventliche und weihnachtliche Lichtsymbolik besser verstehen, als die Bergleute, die im Dunkel des Berges des Lichtes der Orientierung bedürfen?
Die Kachel, die oben im Bild zu sehen ist, stammt noch von meinem Vater, der sie während seiner aktiven Zeit als Bergmann geschenkt bekam und die früher bei uns im Wohnungsflur hing. Auf einem Schränkchen darunter stand in der Adventszeit immer die Vase mit den Barbarazweigen.
Jetzt gehört sie meinem Sohn, der ebenfalls im Bergwerk arbeitet, wenn auch nicht als Bergmann.
Das Gewinnspiel :-)
So, so viel zur Legende der Hl. Barbara….aber es geht ja in unserem Adventskalender nicht nur um Geschichten, die zu Weihnachtszeit passen sondern auch um eine kleines Dankeschön an unsere Leser :-)
Deshalb verlost jeder von uns eine Kleinigkeit.
Ich fand es ein bisschen schwierig etwas zu finden, ohne zu wissen wer denn nun beschenkt wird.
Aber ich weiß, dass viele meiner Besucher Leseratten sind, deshalb denke ich, dass das wunderschöne Lesezeichen bestimmt jemanden erfreuen wird – und weil Lesen (für mich jedenfalls) am schönsten in der Badewanne ist, gibt es dazu alles was man für ein gemütliches, duftendes Lese-Bad benötigt :-)

Da ich es immer schwierig finde die schönsten, kreativsten oder was auch immer Kommentare zu bewerten, werde alle Kommentare die heute bis Mitternacht hier unter den Beitrag geschrieben werden in einen virtuellen Losttopf geworfen und per random.org werde dann das Paket verlosen.
Ich werde das Ergebnis dann hier veröffentlichen und dem Gewinner noch mal eine Email schreiben, damit er mir dann seine Postanschrift mitteilen kann.
Wer das Lese-Bad-Paket nicht gewinnt, kann trotzdem noch etwas gewinnen
Für die Abschlussverlosung am 25. Dezember im
Chaos-Blog braucht ihr einen Lösungssatz. Wer diesen Beitrag aufmerksam gelesen hat, der hat 3 Buchstaben gefunden. Jeden Tag erhaltet ihr 3 weitere Buchstaben in den entsprechenden Beiträgen der anderen Blogs, so dass ihr am letzten Tag 72 Buchstaben habt, mit denen ihr diesen Satz bilden könnt.
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Es sind 12 Wörter, aber das ist gar nicht so schwer wie es vielleicht aussieht. Ihr bekommt Hinweise auf Groß- und Kleinschreibung und wer mitdenkt kommt sicher ganz schnell auf die Lösung. Den Lösungssatz schickt ihr am 25. Dezember per Mail ein. Die Mail-Adresse erhaltet ihr am 25. 12.. Zu gewinnen gibt es tolle Preise von tollen Sponsoren.
Wir wünschen nicht, dass die Lösung irgendwo öffentlich und/oder in Gewinnspielforen oder sonstwo gepostet wird. Bleibt bitte fair.
In diesem Sinne – Glück auf!!
Ah – ihr wollt wissen, wo das nächste Türchen auf geht? Hab ich total vergessen :-) Vielleicht hier? Oder doch da? Hm – vielleicht doch eher dort? Da müsst ihr schon mal suchen *gg*