Die verzauberten Frauen | Buchrezension

[aartikel]3866807538:left[/aartikel]Vor einiger Zeit hatte ich mich und meinen Blog bei „Blogg dein Buch“ angemeldet und nach kurzer Wartezeit wurde mein Blog freigeschaltet, ich konnte mir aus einer Liste ein Buch aussuchen und nach ein paar weiteren Tagen Wartezeit bekam ich eben dieses Buch zugesandt.

Eine praktische Angelegenheit wie ich finde, denn Bücher sind ja nicht unbedingt immer preiswert und da meine Töchter genauso gerne lesen wie ich, geht unser Hobby manchmal ganz schön in’s Geld *seufz*

Ein weiterer positiver Aspekt ist, dass ich mir genau dieses Buch vermutlich nicht gekauft hätte. Zum einen finde ich das Cover nicht besonders ansprechend, zum anderen weil es unter „Regionalkrimis“ läuft, ein Begriff den ich merkwürdig finde und der mich eher abschreckt als neugierig macht. Oder vielleicht hätte ich ihn mir doch gekauft, weil ich schon mal im Kloster Eberbach war und dort unter anderem Teile für „Der Name der Rose“ gedreht wurden – wer weiß :-)

Aber kommen wir zum Wesentlichen – dem Buch

Die verzauberten Frauen. Ein Kloster-Eberbach-Krimi

von Berndt Schulz

Das Buch ist in drei Kapitel unterteilt, die den Leser in jeweils drei verschiedene Jahrzehnte führen, in drei verschiedene Lebensabschnitte von Kommissar Martin Velsman.

Das erste Kapitel führt uns in das Jahr 1961.

In diesem Jahr besuchte Martin Velsmann als Junge gemeinsam mit Vater und Großvater das Kloster Eberbach um ein Konzert zu besuchen. Martin Velsmann ist ein sensibler Junge, dem Gedichte und Geschichten im Kopf herumspuken und der auf keinen Fall Polizist, wie sein Vater und Großvater, werden möchte sondern Tänzer.

Zeitgleich mit dem Konzert findet eine Gruppe von Archäologen unter der Leitung von Herrn Rosenthal ein bis dahin unentdecktes Grab und darin unter anderem ein altes Pergament, das den Weltuntergang vorhersagt. Doch auf dem Weg ins Landesarchiv verschwindet dieses Pergament und Herr Rosenthal bittet  Martins Vater um Rat in dieser Angelegenheit.

Während die Erwachsenen reden und Herr Rosenthal ein paar Geheimnisse um dieses Pergament lüftet, streift Martin allein durch das Kloster. Fasziniert betrachtet er Statuen und Grabplatten, bis seine Faszination in Schrecken umschlägt. Er glaubt Stimmen zu hören, die etwas sagen, was sein späteres Leben durchaus prägen wird. 

Alles was geschieht, hat mir dir zu tun! Alles hier ist für dich gemacht! Begreifst du das?

Im zweiten Kapitel findet man sich im Jahr 1983 wieder.

Martin Velsmann ist nicht Tänzer, sondern doch Polizist geworden. Er ist jung verheiratet und dabei die Karriereleiter zu erklimmen. Eines Tages wird er, während er gerade dabei ist seine neue Kollegin Breitenbach einzuarbeiten, zum wiederholten Male mit Dingen konfrontiert, die ihn an die Stimmen im Kloster Eberbach erinnern, die er als Junge dort gehört hat.

Als er dem nachgeht, stößt er nicht nur auf den auch damals schon im Kloster beschäftigten Archäologen Rosenthal, der sich sogar noch an ihn erinnert, sondern auch auf ein zweihundert Jahre altes, scheußliches Verbrechen. Er beschließt einen Fachartikel darüber zu schreiben und seine Recherche zu diesem Artikel beschäftigt ihn so sehr, dass darüber beinahe die Gegenwart vergisst.

Aber die Realität holt ihn schlagartig in Gestalt eines Verbrechens ein, das fatal an genau die Greueltat erinnert, die vor zweihundert Jahren verübt wurde.

Martin Velsmann verbeißt sich so sehr in die Tat und an seinen persönlichen Lösungsansatz, dass seine Vorgesetzten ihn von dem Fall abziehen.

Das dritte Kapitel beschäftigt sich mit dem Jahr 2011.

Martin Velsmann arbeitet als Berater beim LKA Wiesbaden, seine Ehe hat unter all den Ereignissen gelitten und er ist mir Frau und Kindern mittlerweile in die Nähe des Klosters Ebersbach umgezogen. Doch immer noch beschäftigen ihn die Ereignisse aus den Jahren 1961 und 1983 und auf Anraten seiner ehemaligen Kollegin Breitenbach wendet er sich an eine Psychotherapeutin, die ihm rät, sich seiner Vergangenheit zu stellen.

Er beginnt erneut sich in die Jahrhunderte, die Gedichte und Geschichten zu verbeißen und findet letztlich auch den Schlüssel um all die Geschehnisse zu verstehen und zu enträtseln, nicht zuletzt durch die Hilfe seines Sohnes.

Mein Fazit:

Am Anfang des Buches war ich nicht wirklich begeistert, für mich gab es ein bisschen viel Einblicke in die verworrene Gedankenwelt eines Zehnjährigen und ein bisschen viel Texte des Dichters Clemens von Brentano, aber es lohnt sich auf jeden Fall weiterzulesen. Die Geschichte wird aber von Seite zu Seite spannender und auch die vielen Zitate machen dann irgendwann wieder Sinn. Ich mag die Art wie tatsächliche geschichtliche Ereignisse und Personen mit Erfundenem verwoben werden, aber das ist sicherlich eine Frage des persönlichen Geschmacks. Auch die letztendliche Lösung und der Showdown sind spannend beschrieben und führen zu einem sinnvollen Ende.

Wer eine Mischung aus Geschichte und spannendem Krimi mag, der sollte Die verzauberten Frauen auf jeden Fall lesen.

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Tina

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