DDR-Pizza

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DDRPizzaArtikelbild.jpgVergangene Woche gab es bei uns eine kleine Premiere – es gab DDR-Pizza :-)

Kannten wir vorher nicht, hatten wir noch nie gegessen und so haben wir uns einfach überraschen lassen. Wieso sie bei uns auf den Tisch kam? Ganz einfach :-)

Die Tochter meine Mannes ( Stieftochter hört sich immer so Hänsel und Gretel an, finde ich ) wohnt seit geraumer Zeit in Brandenburg und hatte uns schon vor einiger Zeit  von eben dieser Pizza erzählt und vorgeschwärmt.

Als sie uns nun in der Osterwoche besucht hat, bot sie sich an uns dieses Wunderwerk zu backen und neugierig wie wir sind, haben wir natürlich erfreut zugestimmt.

Das Rezept folgt gleich, aber bevor ich dazu komme muss ich unbedingt noch was loswerden :-)

In meiner schon ziemlich langen Zeit als Hausfrau hat mich das erste Mal jemand bekocht, ohne das ich hinterher stundenlang die Küche putzen, tausend Schüsselchen spülen oder zig Messer und Probierlöffel abwischen musste – und noch dazu war es wirklich superlecker!!

Also – vielen Dank!!

So…jetzt aber zum wichtigsten, zum Rezept. Die Mengenangaben sind für zwei Backbleche ausreichend – wir sind eben eine große, hungrige Familie :-)

DDR-Pizza

Zutaten ( für den Teig)

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  • 500 g Quark ( Magerstufe )
  • 8 EL Milch
  • 12 – 15 EL Öl ( besser erst 12 nehmen )
  • 800 g Mehl
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 1 Prise Salz

Zutaten ( für den Belag )

  • 800 g Käse ( Edamer oder Gouda, am Stück )
  • 2 Dosen Wiener Würstchen ( je Dose ca. 500g )
  • 4 mittelgroße Zwiebeln
  • 6 – 8 mittelgroße Tomaten

Den Quark mit Öl, Milch, Salz und der Hälfte des Mehls verrühren, das restliche Mehl mit dem Backpulver vermischen und unter den Teig kneten.  Wenn er klebt, einfach noch ein bisschen Mehl dazugeben, sollte er nicht geschmeidig genug sein einen Esslöffel Öl hinzufügen, so dass er sich gut auf dem Backblech ausrollen lässt. In unserem Fall den Teig in zwei etwa gleich große Teile teilen und auf zwei Backbleche verteilen und ausrollen.

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Die Zwiebeln schälen und fein würfeln, den Käse ebenfalls in Würfel schneiden. Wir hatten leider keinen Käse am Stück bekommen, jedenfalls nicht zu einem vernünftigen Preis, also haben wir geschnittenen Gouda genommen. Die Scheiben kleben im Paket aber so schön aneinander, dass es auch damit funktionierte :-)

Die gewürfelten Zwiebel in etwas Öl andünsten und dann den geschnittenen Käse hinzufügen und unter stetigem Rühren leicht anschmelzen lassen.

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Die Käse-Zwiebelmischung auf dem ausgerolltem Teig gleichmäßig verteilen, auch hier gerecht aufgeteilt auf zwei Bleche :-)

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Die Würstchen in Scheiben schneiden und über die Käsemasse verteilen, die Tomaten halbieren, die Stielansätze herausschneiden und ebenfalls in Scheiben oder Stücke schneiden und damit die Pizzen belegen.

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Jetzt kommt das gute Stück noch bei 180° Grad Ober- und Unterhitze für rund 30 Minuten in den Backofen.

Ein Test mit Umluft hat bei uns nicht so gut funktioniert, vielleicht liegt’s am Ofen, der Teig war jedenfalls nicht so schön geworden, aber mit Ober-und Unterhitze wurde er wunderbar :-)

So sieht dann das Endergebnis aus – bevor sich die hungrige Meute daraufgestürzt hatte…

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Ich gege zu, die Zutatenliste hat mich am Anfang schon ein bisschen irritiert, aber die Pizza ist auf jeden Fall echt lecker und ich denke, dass sie z.B. bei Kindergeburtstagen bestimmt ein echter Knaller ist. Außerdem lässt sie sich bestimmt auch mit etlichen anderen Zutaten belegen – was ich auf jeden Fall noch ausprobieren werde.

Gelernt habe ich aus dem Ganzen auch noch was!

Leckere Rezept kann man nicht nur bei Müttern und Großmüttern sondern auch bei 17jährigen Töchtern lernen

und

ich werde mich nie wieder mit einem Hefeteig für die Pizza herumärgern.

Viel Spaß beim nachkochen!

 

 

 

 

 

Tina

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Kommentare (4) Schreibe einen Kommentar

  1. Bei der haben wir noch immer klein gewürfelte Gewürzgurken mit auf’s Blech gestreut. :o)
    Mein Lieblings-DDR-Pizza-Rezept:
    Teig aus 125g Magerquark,4EL Milch, 1 Ei, 5EL Öl, 1gestr. TL Salz und 250g Mehl (für ein Blech).
    150g Gehacktes zerpflücken, 2 Bockwürstchen, 3 Zwiebeln und 2 Paprika würfeln, alles zusammen in Öl anbraten, mit Salz, Pfeffer, Majoran würzen, abkühlen lassen, auf dem Teig verteilen, mit Tomatenscheiben (6 Tomaten) belegen und 150g Reibekäse darüber streuen und dann 30Min. bei 180°C backen.
    Schmeckt auch lecker! ;o)
    Liebe Grüße von Gabi

    Antworten

  2. Ja…Gewürzgurken stell ich mir auch echt lecker dazu vor, genau wie den anderen Belag:-)
    Gab’s eigentlich einen bestimmten Grund für den Quark-Öl-Teig? Ich kannte für Pizza sonst immer nur Hefeteig und den finde ich echt nervig :-(

    Antworten

  3. Der Quark-Öl-Teig ist die Alternative, wenn’s schnell gehen soll – man spart sich ja das Aufgehenlassen des Teigs. Viele haben ja auch Probleme, dass der Hefeteig überhaupt richtig aufgeht – die ersparen sich damit die Enttäuschung. ;o)

    Antworten

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